Die systemische Sklerose (SSc) oder auch Systemische Sklerodermie ist eine seltene schwere chronisch-entzündliche Bindegewebserkrankung. In Deutschland sind ungefähr 20.000 Menschen von dieser Erkrankung betroffen (300 Erkrankte pro 1 Million Einwohner in Europa). Eine besondere Herausforderung stellt die Heterogenität der SSc bei einer Vielzahl von Organbeteiligungen dar. Trotz umfangreicher Studien zu neuen Therapieansätzen stehen derzeit nur wenige zugelassene Medikamente zur Therapie von Organbeteiligungen der SSc zur Verfügung.
„Die jetzt veröffentlichte Leitlinie Diagnostik und Therapie der systemischen Sklerose ist ein Meilenstein für die klinische Versorgung der Patienten, die an dieser komplexen Multiorganerkrankung leiden“, sagt Prof. Dr. Nicolas Hunzelmann, Stellvertretender Klinikdirektor der Klinik für Dermatologie und Allergologie der Uniklinik Köln und Geschäftsstellenleiter Deutsches Netzwerk Systemische Sklerodermie.
Die Initiative für die Erstellung dieser Leitlinie entwickelte sich aus dem Deutschen Netzwerk für Systemische Sklerodermie, welches bereits 2014 an der Uniklinik Köln gegründet wurde und in der sich über 20 Kliniken mit einem Schwerpunkt auf der SSc zusammengeschlossen haben. Der aktuelle internationale Wissensstand und Handlungsempfehlungen für sämtliche Aspekte der Diagnostik, Therapie und klinischen Betreuung der SSc Patienten werden erstmals im Rahmen dieser deutschsprachigen Leitlinie zusammengeführt, an der neun Fachgesellschaften und als Patientenvertretung die Sklerodermie Selbsthilfe e.V. beteiligt waren.
